Accessibility & UX
Die 5 unsichtbaren Fehler, die jede zweite Website hat

Die 5 unsichtbaren Fehler, die jede zweite Website hat
Wenn alles funktioniert – aber trotzdem etwas fehlt
Viele Websites sehen modern aus, laden schnell und enthalten gute Inhalte.
Und trotzdem konvertieren sie schlecht.
Der Grund liegt oft nicht im Offensichtlichen, sondern im Detail.
Es sind die kleinen, unsichtbaren Fehler, die Nutzer zum Absprung bringen.
1. Zu geringe Kontraste
Farben wirken oft stilvoll und modern – aber nicht immer lesbar.
Texte mit zu geringem Kontrast zum Hintergrund sind für viele Nutzer schwer zu erkennen, besonders:
- bei schlechten Lichtverhältnissen
- auf mobilen Geräten
- für Menschen mit Sehschwächen
Ein Design kann gut aussehen und gleichzeitig schwer nutzbar sein.
2. Fehlende Alternativtexte
Bilder sind ein zentraler Bestandteil moderner Websites.
Ohne Alternativtexte bleiben sie jedoch für Screenreader unzugänglich.
Das führt dazu, dass Inhalte für bestimmte Nutzergruppen komplett verloren gehen.
Gleichzeitig gehen auch wichtige SEO-Signale verloren.
3. Unklare Buttons und Call-to-Actions
Viele Websites nutzen kreative oder vage Formulierungen:
- „Mehr erfahren“
- „Hier klicken“
- „Los geht’s“
Solche Buttons sagen oft nicht klar, was als Nächstes passiert.
Nutzer müssen nachdenken – und genau das sollte vermieden werden.
4. Schlechte Formularstruktur
Formulare sind ein häufiger Abbruchpunkt.
Typische Probleme:
- fehlende oder unklare Labels
- unverständliche Fehlermeldungen
- zu viele Felder
- keine klare Reihenfolge
Wenn Nutzer nicht sofort verstehen, was erwartet wird, steigen sie aus.
5. Keine Nutzung mit Tastatur möglich
Nicht alle Nutzer verwenden eine Maus.
Viele sind auf Tastatur-Navigation angewiesen.
Wenn eine Website nicht vollständig per Tastatur bedienbar ist, entstehen ernsthafte Barrieren.
Das betrifft:
- Navigation
- Formulare
- interaktive Elemente
Warum diese Fehler oft übersehen werden
Diese Probleme fallen oft nicht auf, weil:
- sie für Entwickler und Designer nicht spürbar sind
- Nutzer selten Feedback geben
- sie keine direkten Fehlermeldungen erzeugen
Stattdessen zeigen sie sich indirekt:
- hohe Absprungraten
- niedrige Conversion
- kurze Verweildauer
Kleine Fehler, große Wirkung
Alle genannten Punkte wirken einzeln klein.
In Kombination haben sie jedoch einen großen Einfluss auf die Nutzererfahrung.
Barrierefreiheit bedeutet oft nicht, alles neu zu bauen –
sondern bestehende Probleme bewusst zu erkennen und zu verbessern.
Fazit
Die meisten Websites scheitern nicht an großen Fehlern,
sondern an vielen kleinen Hürden.
Wer diese unsichtbaren Barrieren reduziert, schafft:
- bessere Nutzererfahrungen
- höhere Conversion Rates
- mehr Zufriedenheit
Gute Websites überzeugen nicht durch Perfektion,
sondern durch Klarheit und Zugänglichkeit.
Entdecken Sie weitere Artikel über digitale Barrierefreiheit
Mehr über Barrierefreiheit erfahren

