Accessibility & UX

Die 5 unsichtbaren Fehler, die jede zweite Website hat

ClarusPlus Team
Die 5 unsichtbaren Fehler, die jede zweite Website hat
Quelle: https://unsplash.com/de/fotos/braune-holzerne-buchstabenbuchstabenblocke-ehKaEaZ5VuU

Die 5 unsichtbaren Fehler, die jede zweite Website hat

Wenn alles funktioniert – aber trotzdem etwas fehlt

Viele Websites sehen modern aus, laden schnell und enthalten gute Inhalte.
Und trotzdem konvertieren sie schlecht.

Der Grund liegt oft nicht im Offensichtlichen, sondern im Detail.

Es sind die kleinen, unsichtbaren Fehler, die Nutzer zum Absprung bringen.


1. Zu geringe Kontraste

Farben wirken oft stilvoll und modern – aber nicht immer lesbar.

Texte mit zu geringem Kontrast zum Hintergrund sind für viele Nutzer schwer zu erkennen, besonders:

  • bei schlechten Lichtverhältnissen
  • auf mobilen Geräten
  • für Menschen mit Sehschwächen

Ein Design kann gut aussehen und gleichzeitig schwer nutzbar sein.


2. Fehlende Alternativtexte

Bilder sind ein zentraler Bestandteil moderner Websites.
Ohne Alternativtexte bleiben sie jedoch für Screenreader unzugänglich.

Das führt dazu, dass Inhalte für bestimmte Nutzergruppen komplett verloren gehen.

Gleichzeitig gehen auch wichtige SEO-Signale verloren.


3. Unklare Buttons und Call-to-Actions

Viele Websites nutzen kreative oder vage Formulierungen:

  • „Mehr erfahren“
  • „Hier klicken“
  • „Los geht’s“

Solche Buttons sagen oft nicht klar, was als Nächstes passiert.

Nutzer müssen nachdenken – und genau das sollte vermieden werden.


4. Schlechte Formularstruktur

Formulare sind ein häufiger Abbruchpunkt.

Typische Probleme:

  • fehlende oder unklare Labels
  • unverständliche Fehlermeldungen
  • zu viele Felder
  • keine klare Reihenfolge

Wenn Nutzer nicht sofort verstehen, was erwartet wird, steigen sie aus.


5. Keine Nutzung mit Tastatur möglich

Nicht alle Nutzer verwenden eine Maus.
Viele sind auf Tastatur-Navigation angewiesen.

Wenn eine Website nicht vollständig per Tastatur bedienbar ist, entstehen ernsthafte Barrieren.

Das betrifft:

  • Navigation
  • Formulare
  • interaktive Elemente

Warum diese Fehler oft übersehen werden

Diese Probleme fallen oft nicht auf, weil:

  • sie für Entwickler und Designer nicht spürbar sind
  • Nutzer selten Feedback geben
  • sie keine direkten Fehlermeldungen erzeugen

Stattdessen zeigen sie sich indirekt:

  • hohe Absprungraten
  • niedrige Conversion
  • kurze Verweildauer

Kleine Fehler, große Wirkung

Alle genannten Punkte wirken einzeln klein.
In Kombination haben sie jedoch einen großen Einfluss auf die Nutzererfahrung.

Barrierefreiheit bedeutet oft nicht, alles neu zu bauen –
sondern bestehende Probleme bewusst zu erkennen und zu verbessern.


Fazit

Die meisten Websites scheitern nicht an großen Fehlern,
sondern an vielen kleinen Hürden.

Wer diese unsichtbaren Barrieren reduziert, schafft:

  • bessere Nutzererfahrungen
  • höhere Conversion Rates
  • mehr Zufriedenheit

Gute Websites überzeugen nicht durch Perfektion,
sondern durch Klarheit und Zugänglichkeit.

Neugierig auf mehr?

Entdecken Sie weitere Artikel über digitale Barrierefreiheit

Mehr über Barrierefreiheit erfahren

Ähnliche Artikel (3 gefunden)