Accessibility & UX

Die größten Barrieren im Web – und wie Unternehmen sie unbewusst erzeugen

ClarusPlus Team
Die größten Barrieren im Web – und wie Unternehmen sie unbewusst erzeugen

Die größten Barrieren im Web – und wie Unternehmen sie unbewusst erzeugen

Barrieren entstehen nicht durch Absicht – sondern durch Unwissen

„Nicht barrierefreie Websites sind selten böswillig – aber oft vermeidbar.“

Viele Unternehmen wollen inklusiv sein, doch im hektischen Alltag entstehen Barrieren schneller, als man denkt: durch unklare Strukturen, fehlende Kontraste oder unzugängliche Formulare.
Diese Hürden betreffen Millionen Menschen – und mindern gleichzeitig Reichweite, Conversion und Vertrauen.


1. Niedrige Kontraste – schwer lesbar für viele Nutzer:innen

Schöne Designs setzen oft auf zarte Farben. Doch geringe Kontraste machen Texte für Menschen mit Sehschwächen oder bei hellen Bildschirmen nahezu unlesbar.

Typische Ursache: Branding wird über Lesbarkeit gestellt.
Lösung: WCAG-Kontrastwerte einhalten (mind. 4.5:1).


2. Fehlende Alternativtexte – Barriere für Screenreader-Nutzer:innen

Bilder ohne Alt-Text sind „unsichtbar“ für blinde Menschen. Suchmaschinen können sie ebenfalls schlechter interpretieren.

Typische Ursache: Zeitdruck oder automatisierte Bild-Uploads.
Lösung: Kurze, aussagekräftige Beschreibungen.


3. Tastaturfallen – wenn man ohne Maus nicht weiterkommt

Viele Nutzer:innen navigieren ausschließlich per Tastatur. Buttons ohne Fokuszustand oder Menüs, die sich nicht öffnen lassen, machen eine Seite sofort unbenutzbar.

Typische Ursache: Ungetestete UI-Komponenten.
Lösung: Tab-Fokus testen & ARIA-Rollen korrekt zuweisen.


4. Pop-ups & Overlays: Unübersichtlich oder gar nicht schließbar

Viele Pop-ups lassen sich nicht mit der Tastatur schließen – ein massives Problem für Screenreader-Nutzer:innen.

Typische Ursache: Modals ohne Fokus-Management.
Lösung: Fokus einfrieren, Escape-Funktion einbauen.


5. Zu kleine Klickflächen – besonders auf Mobilgeräten

Buttons oder Links unter 44px Größe sind schwer zu treffen, insbesondere für Menschen mit motorischen Einschränkungen.

Typische Ursache: „Platz sparen“ im Design.
Lösung: Große, klare Touch-Flächen.


6. Unklare Struktur & fehlende Überschriften-Hierarchie

Screenreader verlassen sich stark auf Überschriften. Springt eine Seite von H1 zu H4, entsteht Chaos.

Typische Ursache: Designer folgen visuellen statt semantischen Regeln.
Lösung: Saubere HTML-Hierarchie verwenden.


7. Komplexe Formulare ohne Hilfestellung

Fehlermeldungen wie „Ungültig!“ helfen niemandem weiter.
Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Dyslexie werden dadurch direkt ausgeschlossen.

Typische Ursache: Fehlende UX-Texte.
Lösung: Konkrete Hinweise, Labels & ARIA-Beziehungen.


8. Bewegte Inhalte ohne Pause-Funktion

Animationen, Slider oder Videos ohne Stopp-Möglichkeit können Stress auslösen – oder sogar epileptische Anfälle triggern.

Typische Ursache: Marketing-Elemente ohne Accessibility-Check.
Lösung: Pause/Stop/Hide-Funktion einbauen.


9. PDFs statt HTML – ein verstecktes Accessibilty-Minenfeld

Viele Unternehmen laden wichtige Infos als PDF hoch.
Doch PDFs sind oft schwer zugänglich und schlechter zu bedienen.

Typische Ursache: „Schneller Export aus Word“.
Lösung: Inhalte als HTML-Seiten bereitstellen.


10. Fehlende Testläufe mit echten Nutzer:innen

Die größte Barriere: Man testet nur intern – mit Menschen, die bereits wissen, wie die Seite „funktionieren soll“.

Typische Ursache: Zeit & Budget knapp.
Lösung: Nutzertests, automatisierte Checks oder Accessibility-Widgets einsetzen.


Unbewusste Barrieren? Mit ClarusPlus leicht vermeidbar

Das ClarusPlus Accessibility-Widget hilft Unternehmen dabei, Barrieren automatisch zu reduzieren – ohne komplettes Redesign:

  • Automatische Prüfungen & Empfehlungen
  • Anpassbare Benutzerhilfen (Kontrast, Schriftgröße, Fokusrahmen, Lesemodi)
  • Unterstützung für Screenreader & Tastaturnavigation
  • Schon wenige Minuten Aufwand für die Integration

Fazit: Die meisten Barrieren sind vermeidbar – wenn man sie kennt

Barrierefreiheit beginnt mit Bewusstsein.
Wenn Unternehmen verstehen, wie Barrieren entstehen, können sie ihre Websites schnell optimieren – für eine bessere Usability, höhere Conversion und echte digitale Inklusion.

Mit dem ClarusPlus Accessibility-Widget wird Barrierefreiheit nicht zur Herausforderung, sondern zur Stärke.


Ihre nächsten Schritte

  • Website auf Barrieren prüfen
  • Accessibility-Widget kostenlos testen
  • Beratung anfordern: [email protected]

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