Accessibility & Analytics
Was Heatmaps nicht zeigen: Die Rolle von Accessibility

Was Heatmaps nicht zeigen: Die Rolle von Accessibility
Daten sind sichtbar – Barrieren oft nicht
Heatmaps gehören zu den beliebtesten Analyse-Tools im digitalen Marketing.
Sie zeigen:
- wo geklickt wird
- wie weit gescrollt wird
- welche Bereiche Aufmerksamkeit bekommen
Doch eine entscheidende Frage bleibt unbeantwortet:
Warum haben manche Nutzer:innen gar nicht erst geklickt?
Genau hier beginnt die Rolle von Accessibility.
Heatmaps zeigen Verhalten – nicht Ursachen
Eine Heatmap visualisiert Interaktion.
Sie zeigt Muster. Bewegungen. Klickpunkte.
Was sie nicht zeigt:
- Überforderung
- Unsicherheit
- fehlendes Verständnis
- schlechte Lesbarkeit
- kognitive Belastung
- visuelle Barrieren
Wenn Nutzer:innen abspringen, bevor sie interagieren,
hinterlassen sie kaum verwertbare Spuren.
Die unsichtbare Zone: Mentale Reibung
Accessibility-Probleme wirken oft nicht technisch,
sondern psychologisch.
Beispiele:
- Text ist formal korrekt – aber zu komplex formuliert
- Kontrast erfüllt Mindeststandards – wirkt aber anstrengend
- Navigation ist vorhanden – aber nicht intuitiv
- Call-to-Actions sind sichtbar – aber nicht eindeutig
Die Folge:
Nutzer:innen fühlen sich unsicher, ohne genau benennen zu können, warum.
Heatmaps erfassen den Klick.
Nicht den Zweifel davor.
Wenn kein Klick nicht „kein Interesse“ bedeutet
Ein leerer Bereich in der Heatmap wird oft interpretiert als:
- irrelevant
- uninteressant
- falsch positioniert
Doch manchmal bedeutet er:
- nicht verständlich
- nicht wahrnehmbar
- nicht zugänglich
Accessibility-Probleme führen dazu, dass Elemente nicht genutzt,
aber auch nicht aktiv vermieden werden.
Sie verschwinden schlicht im mentalen Hintergrund.
Accessibility wirkt vor der Interaktion
Barrierefreiheit beeinflusst:
- ob Nutzer:innen Inhalte wahrnehmen
- ob sie sich orientieren können
- ob sie Vertrauen aufbauen
- ob sie sich kompetent fühlen
Erst danach kommt der Klick.
Conversion scheitert oft vor der Messbarkeit.
Wer besonders unsichtbar bleibt
Heatmaps basieren auf vorhandener Interaktion.
Doch was ist mit Nutzer:innen, die:
- Screenreader verwenden
- hohe Kontraste benötigen
- mit Tastatur navigieren
- bei kleinen Schriftgrößen aussteigen
- visuell überfordert sind
Viele dieser Interaktionen werden nicht vollständig oder korrekt abgebildet.
Ihre Hürden erscheinen in keiner Farbskala.
Daten + Accessibility = vollständiges Bild
Heatmaps sind wertvoll – aber sie brauchen Kontext.
Erst in Kombination mit Accessibility-Prüfungen entsteht Klarheit:
- Warum wird etwas nicht genutzt?
- Warum brechen Prozesse früh ab?
- Warum bleiben Scrolltiefe und Interaktion gering?
Accessibility liefert die Erklärung für Muster,
die reine Verhaltensdaten nicht auflösen können.
Die Rolle von Accessibility-Widgets
Accessibility-Widgets schaffen Sichtbarkeit dort,
wo Daten schweigen.
Sie:
- geben Nutzer:innen individuelle Anpassungsmöglichkeiten
- reduzieren visuelle und kognitive Belastung
- verbessern Lesbarkeit und Orientierung
- machen Inklusion sichtbar
Das ClarusPlus Accessibility-Widget hilft,
unsichtbare Hürden abzufangen,
die Heatmaps allein nicht erklären können.
Fazit: Nicht alles, was nicht geklickt wird, ist irrelevant
Heatmaps zeigen, was passiert.
Accessibility erklärt, warum etwas nicht passiert.
Gute Analyse endet nicht bei Daten.
Sie beginnt dort, wo Verhalten Fragen aufwirft.
Wer Conversion ganzheitlich verstehen will,
muss auch die stillen Barrieren betrachten.
Denn manchmal ist der wichtigste Klick
der, der nie stattgefunden hat.
Ihre nächsten Schritte
- Analysieren Sie Ihre Heatmaps kritisch
- Hinterfragen Sie Bereiche mit geringer Interaktion
- Prüfen Sie mögliche Accessibility-Hürden
- Testen Sie das ClarusPlus Accessibility-Widget
Kontakt: [email protected]
Mehr erfahren:
clarusplus.com
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