Accessibility & Nutzerverhalten

Warum Menschen Barrieren selten benennen – aber sofort gehen

ClarusPlus Team
Warum Menschen Barrieren selten benennen – aber sofort gehen

Warum Menschen Barrieren selten benennen – aber sofort gehen

Wenn Schweigen das deutlichste Feedback ist

Kaum ein Nutzer schreibt eine Nachricht wie:
„Ich konnte Ihre Website nicht nutzen, weil der Kontrast zu gering war.“

Stattdessen passiert etwas anderes:
Die Seite wird geschlossen. Der Tab verschwindet. Die Person ist weg.

Menschen verlassen Websites nicht laut – sie verlassen sie leise.

Genau deshalb bleiben viele Barrieren lange unentdeckt.


Nutzer:innen wollen keine Probleme melden

Aus psychologischer Sicht ist das Verhalten logisch.
Die meisten Menschen besuchen Websites mit einem Ziel – nicht mit der Absicht, Feedback zu geben.

Barrieren werden selten benannt, weil:

  • niemand Zeit investieren möchte, um fremde Probleme zu lösen
  • viele nicht genau sagen können, was sie stört
  • Frustration schneller ist als Analyse
  • der einfachste Ausweg der Absprung ist

Was bleibt, sind Zahlen – aber keine Erklärungen.


Barrieren wirken unterbewusst

Viele Accessibility-Probleme werden nicht bewusst erkannt, sondern gefühlt:

  • „Irgendwie anstrengend.“
  • „Unübersichtlich.“
  • „Ich finde nicht, was ich suche.“
  • „Das fühlt sich kompliziert an.“

Diese diffusen Eindrücke führen nicht zu Beschwerden,
sondern zu einem schnellen mentalen Urteil:

„Hier bleibe ich nicht.“


Warum Menschen lieber gehen als kämpfen

Barrieren erzeugen kognitive Reibung.
Und Reibung bedeutet Aufwand.

Das menschliche Gehirn bevorzugt:

  • Einfachheit
  • Klarheit
  • Vorhersehbarkeit

Wenn diese fehlen, wird Energie verbraucht – und das fühlt sich unangenehm an.
Der Absprung ist dann kein bewusster Protest, sondern Selbstschutz.


Accessibility scheitert selten sichtbar – aber häufig wirksam

Viele Unternehmen glauben:

„Wir bekommen keine Beschwerden – also passt alles.“

Doch gerade das Ausbleiben von Feedback ist problematisch.
Denn Barrieren hinterlassen keine Spuren im Kontaktformular,
sondern nur in der Absprungrate.

Accessibility-Probleme sind deshalb oft:

  • unsichtbar
  • still
  • kontinuierlich wirksam

Wer besonders selten Barrieren benennt

Besonders betroffen sind Nutzer:innen, die gelernt haben, sich anzupassen:

  • Menschen mit Seh- oder Motorikeinschränkungen
  • ältere Nutzer:innen
  • Menschen mit kognitiven Einschränkungen
  • Menschen mit temporären Belastungen

Viele haben jahrelang erlebt, dass digitale Angebote nicht für sie gemacht sind.
Der Absprung ist Routine – keine Ausnahme.


Was barrierefreie Websites anders machen

Barrierefreie Websites verhindern nicht nur Fehler –
sie verhindern das Gefühl, kämpfen zu müssen.

Sie:

  • reduzieren mentale Belastung
  • schaffen Orientierung
  • geben Kontrolle
  • signalisieren Rücksicht

Das Ergebnis ist kein Dankeschön per E-Mail,
sondern mehr Verweildauer, mehr Interaktion und weniger stille Absprünge.


Die Rolle von Accessibility-Widgets

Accessibility-Widgets setzen genau dort an, wo Barrieren still wirken:

  • Sie geben Nutzer:innen sofortige Anpassungsmöglichkeiten
  • Sie verhindern Frustration, bevor sie entsteht
  • Sie machen Rücksicht sichtbar, ohne zu erklären
  • Sie senken die Schwelle, überhaupt zu bleiben

Das ClarusPlus Accessibility-Widget hilft, Barrieren abzufangen,
die sonst nie benannt würden – aber täglich wirken.


Fazit: Absprünge sind oft stumme Signale

Wenn Nutzer:innen gehen, ohne etwas zu sagen,
ist das kein Desinteresse – sondern häufig Überforderung.

Menschen benennen Barrieren selten,
aber sie reagieren sofort darauf.

Barrierefreiheit bedeutet deshalb nicht nur, Regeln einzuhalten,
sondern stille Abbrüche zu verhindern.


Ihre nächsten Schritte

  • Hinterfragen Sie stille Absprünge in Ihren Analytics
  • Identifizieren Sie mögliche Barrieren
  • Testen Sie das ClarusPlus Accessibility-Widget
  • Kontaktieren Sie uns: [email protected]

Mehr erfahren:
clarusplus.com

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